6 einfache Tipps, um mit einem aussagekräftigen Reporting Ihren Online-Erfolg zu steigern

6 einfache Tipps, um mit einem aussagekräftigen Reporting Ihren Online-Erfolg zu steigern

Darum sollten Sie sich Gedanken über die Nutzung Ihrer Webseite machen.

1. Definieren Sie messbare Ziele

Als Erstes sollten Sie sich fragen, was Sie eigentlich messen möchten. Fragen Sie sich, was für Sie Sinn ergibt und mit Ihren Geschäftszielen deckungsgleich ist. Ein Online Shop-Betreiber sollte zum Beispiel ganz anderen Ziele definieren als ein Dienstleistungs-Unternehmen.

Damit Sie sich das besser vorstellen können, habe ich zwei unterschiedliche Beispiele für Sie beschrieben.

Beispiel-Ziel 1: Mehr Bestellungen in einem Online-Shop generieren

Nebst dem Umsatz können Shop-Betreiber auch die Anzahl Bestellungen pro Produktkategorie als Ziel definieren. Aber auch die Auswertung der Online-Kampagnen (Tipp 2) wird wichtig sein, um herauszufinden, welche Massnahmen am effizientesten sind.

Beispiel-Ziel 2: Mehr Kontakte generieren

Bei einem Dienstleistungs-Unternehmen, welches eine Webseite vor allem zu informativen Zwecken nutzt, kann der Online-Erfolg am einfachsten über die Analyse der Kontaktanfragen über ein Kontaktformular gemessen werden (Tipp 4).

Machen Sie es sich vor allem zu Beginn nicht zu kompliziert. Es ist wesentlich effizienter, sich auf wenige Ziele zu fokussieren. Diese dafür korrekt einzurichten, zu verfolgen und regelmässig als Erfolgskennzahl intern zu kommunizieren. Besser als alles zu messen und am Ende kein aussagekräftiges Reporting zu haben.

2. Nutzen Sie UTM-Parameter zur Beurteilung Ihrer Massnahmen

Der etwas kryptisch lautende Bezeichnung «UTM-Parameter» ist eigentlich eine ganz einfache Methode, um besser beurteilen zu können, welche Massnahmen oder Kampagnen erfolgreich sind und welche nicht.

Alles, was man tun muss, ist dem Link, welchen man jeweils verwendet, ein paar Zusatz-Parameter anzuhängen.

Beispiel 1: Die Kampagnen-Quelle

So könnte ein Link aussehen, wenn man Google Analytics mitteilen möchte, dass der Nutzer, der darauf klickt, aus der Newsletter-Kampagne stammt.
www.deinewebseite.ch/angebot?utm_source=newsletter

Oder so, wenn Sie von einem Facebook-Post auf Ihre Webseite verlinken.
www.deinewebseite.ch/angebot?utm_soucce=facebook

Beispiel 2: Eine bestimmte Kampagne

Interessanter wird es aber vor allem dann, wenn man mit einem «&» weitere Parameter anhängt, wie hier, um z. B. auch den Erfolg einer bestimmten Kampagne zu messen.
www.deinewebseite.ch/angebot?utm_source=facebook&utm_campaign=ausverkauf2022

In Google Analytics können Sie unter Akquisition > Kampagnen > Alle Kampagnen über diesen Weg schlussendlich jeden Begriff einzeln auswerten.

Beispiel anhand der Webseite der Woche-Pass AG. | © w-vision AG
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3. Nutzen Sie die Verweildauer, um zu analysieren ob Ihre Seiten und Blogbeiträge tatsächlich gelesen werden.

Die Verweildauer kann in Google Analytics für die meisten Berichte (z. B. unter Verhalten > Websitecontent > Alle Seiten) als Messwert «Durchschnittliche Zeit auf der Seite» eingestellt werden. Gerade bei längeren Seiten oder Blogbeiträgen können Sie so einfach sehen, ob die Besucher nach wenigen Sekunden abspringen oder 30 Sekunden bis zu 3 Minuten auf Ihrer Seite verweilen.

Es kommt auch hier wieder ganz auf das Ziel der jeweiligen Seite an. Wo eine lange Verweildauer bei einem Blogbeitrag sehr gut ist, sollte sie auf einer Shop-Produkte-Seite eher kürzer sein, da die Kunden schnell finden wollen, was sie suchen und dann die Seite (bestenfalls mit einem Kauf) wieder verlassen.

Verweildauer auf Google Analytics einsehen. | © w-vision AG
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4. Messen Sie die Anzahl Kontaktanfragen pro Monat über Ihre Webseite

Wenn Sie auf Ihrer Webseite nicht direkt Produkte verkaufen, ist es gar nicht so einfach den Erfolg zu definieren oder zu messen. Die einfachste Möglichkeit als Dienstleister ein direktes Ziel zu messen, ist ein Kontaktformular einzurichten und die Anzahl der Kontaktanfragen zu analysieren. Noch besser ist ein Reporting der Kontaktanfragen pro Monat, weil man so die Entwicklung besser beurteilen kann.

Ein E-Mail-Newsletter und die entsprechende Anmeldung auf der Webseite anzubieten, eröffnet Ihnen z. B. gleich zwei Möglichkeiten. Sie erhalten die E-Mail-Adressen potenzieller Neukunden und falls diese nicht gleich zu Ihrer Kundschaft werden, können Sie die Adresse wenigstens über E-Mail-Marketing weiterhin mit Informationen versorgen, was die Chance erhöht, dass sie später dann trotzdem noch zu Ihrem Kunden werden.

Newsletter-Anmeldung auf der Webseite der w-vision AG. | © w-vision AG
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5. Beobachten Sie Ihre Besuchenden beim Surfen

Gerade wenn man grössere Änderungen an einer Webseite vornimmt, empfiehlt es sich (meisten sogar noch vor dem offiziellen Launch) die Besuchenden bei der Nutzung der Webseite zu beobachten und sich alles zu notieren. Es gibt verschiedene Wege, dies zu tun. Über das Online-Tool Hotjar können Sie das automatisieren (beachten Sie hierbei bitte die Datenschutz-Richtlinien). Falls Sie dies nicht möchten, können Sie auch einfach 2 bis 3 Ihrer Kunden einladen und sie Ihre Webseite nutzen lassen.

Es ist wichtig, dass Sie vor den Beobachtungen aller Teilnehmenden dieses Usability-Tests (so nennen wir das in der Praxis) ein paar Ziele geben (z. B. Bestelle das Produkt XY), sie dann aber selbständig die Seite nutzen lassen, ohne einzugreifen. Wenn Sie die Teilnehmenden darum bitten, alles was sie beim Nutzen Ihrer Seite denken laut auszusprechen, erfahren Sie mehr darüber, was Ihre Kunden über Ihre Produkte und Webseite denken. Zudem können Sie fragen, ob es in Ordnung ist, wenn Sie den Test zur späteren Beurteilung aufzeichnen.

Die Nutzung deiner Webseite live beobachten. | © w-vision AG
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6. Über die Nutzerpfade erfahren Sie wo der grösste Handlungsbedarf liegt

Wenn Sie einen Online-Shop betreiben, finden Sie in Google Analytics mit den Nutzerpfaden ein weiteres hilfreiches Hilfsmittel, dass Ihnen dabei hilft herauszufinden, wo genau Handlungs- resp. Optimierungsbedarf besteht.

Sie können dort ganz einfach eine sogenannte Funnel-Anaylse machen und sehen, bei welchem Schritt im Kauf-Prozess Ihre Kunden abspringen. Häufig sind dies Kleinigkeiten, die Besuchende dazu bringen, den Prozess abzubrechen. Bei einem Button im Bereich der Zahlungsmittel, der häufig zu Absprüngen führt, zeigt vermutlich, dass Sie nicht die gewünschten Zahlungsmittel anbieten.

Beispiel von einem Analytics-Funnel. | © w-vision AG
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Bonus-Tipp: Nutzen Sie Benchmarks zur Beurteilung Ihrer Kennzahlen

Zum Schluss habe ich noch einen Bonus-Tipp für Sie. Es gibt diverse Webseiten und Studien, die Online-Marketing-Benchmarks zum Download anbieten. Das sind Vergleichswerte, die Ihnen dabei helfen einzuschätzen, wie Sie Ihre Ziele setzen sollten, damit Ihre Kennzahlen mindestens dem Branchendurchschnitt entsprechen. Gerade zu Beginn ist es schwierig einzuordnen, ob die gemessenen Werte nun gut oder schlecht sind.  An dieser Stelle ist eine Studie zu empfehlen, würde keinen Sinn ergeben, da Benchmarks von Branche zu Branche sehr unterschiedlich sind. Trotzdem habe ich einen guten Tipp, wo Sie anfangen können. Und zwar finden Sie in Google Analytics selbst unter Zielgruppe > Benchmarking einen Bereich, in welchem Sie Ihre Werte direkt in Google Analytics mit Branchen-Werten vergleichen können.

Wichtig ist vor allem, dass Sie sich laufend verbessern. Es ist also nicht schlimm, wenn Ihre Werte am Anfang unter diesen Vergleichswerten stehen.

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